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28.02.2013, 21:21 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU Illerrieden informierte über Auslandseinsätze der Bundeswehr
Medizinische Hilfeleistungen der Bundeswehr im Blick

Der Illerriedener CDU-Vorsitzende Siegfried Hutter lud für die CDU-Ortsgruppe Illerrieden am Freitag, den 22.02.2013zu einem besonderen Vortrag in das Haus "Alte Schule". "Medizinische Leistungen der Bundeswehr bei Einsätzen in Krisengebieten am Beispiel Afghanistans" lautete der zunächst harmlos klingende  Titel der Veranstaltung.


Illerrieden -
Seit Jahren liegt ein Schwerpunkt der Arbeit der CDU Illerrieden auf der politischen Bildung und Aufklärung. Im Rahmen dieser Arbeit gelang es dem Ortsverband, einen Vertreter der Bundeswehr zu gewinnen, um über einen wichtigen Aspekt der Auslandseinsätze der Bundeswehr zu berichten, den medizinischen Hilfeleistungen in umkämpften Gebieten, wie z.B. Afghanistan.
Der Referent, Dr. Roland Schmidt, ist Leiter der Bauchchirurgie am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm, an dem er seit 1994 stationiert ist. Als Angehöriger der Streitkräfte wird er regelmäßig zu Auslandseinsätzen abkommandiert, und nicht nur er: "Eigentlich ist ständig jemand aus unserer Klinik draußen im Einsatz. Sechs bis acht Wochen pro Jahr in Mazar-e-Sharif oder einem anderen Standort sind dabei normal." Seine Hauptaufgabe als Arzt bei der Bunderwehr sei es, "die Leute da unten aus dem gröbsten herauszuholen und ihnen das Leben zu retten". Um sie erst einmal in die Lage zu versetzen helfen zu können, würden die Ärzte am Bundeswehrkrankenhaus besonders und umfassend ausgebildet. "Unsere Ärzte werden zunächst als Chirurgen ausgebildet, bevor sie sich spezialisieren dürfen. Sie sollen Alleskönner sein. Wenn ein polytraumatisierter, das heißt mehrfach schwerstverwundeter Soldat eingeliefert wird, stehen in Afghanistan neben nicht zehn Spezialisten zur Verfügung. Da muss ein Arzt alles machen können."  
Mit welchen grausigen Verletzungsbildern ein Arzt im Hindukusch rechnen muss, erläuterte Schmidt recht drastisch an verschiedenen bebilderten Fallbeispielen. Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm biete besondere Ausbildungsmöglichkeiten, man denke nur an die vielen Opfer schwerer Verkehrsunfälle, fügte der Arzt hinzu.  
Der Arzt beschrieb es als selbstverständlich, dass nicht nur Angehörige der Bundeswehr oder der NATO behandelt werden, sondern auch die Zivilbevölkerung. Hier sei man aber oft mit Krankheitsbildern konfrontiert, auf die man sich in Deutschland kaum vorbereiten könne. Besonders auffällig sei, wie viele Kinder mit schwersten Brandverletzungen zu behandeln wären.
 
Die Sicherheitslage hat sich nach seiner Einschätzung drastisch gewandelt. Noch vor acht Jahren seien die Sanitäter und Ärzte in ungepanzerten Fahrzeugen zu Einsätzen in die Stadt gefahren, hätten auf den lokalen Märkten ihre Besorgungen gemacht. Heute sei das undenkbar. "Wir bewegen uns außerhalb des Camps nur in speziell gesicherten Fahrzeugen." Nicht einmal das Rotkreuz-Symbol biete noch wirklichen Schutz. Was mit dem Camp passiere, wenn die Bundeswehr 2014 abziehe, wollte ein Zuhörer wissen. Es werde nicht geschlossen, so Schmidt, da etliche Nationen länger im Krisengebiet bleiben würden. Es werde sogar ausgebaut.


aktualisiert von Thomas Bug, 04.03.2013, 21:30 Uhr


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