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06.10.2010, 22:23 Uhr | Übersicht | Drucken
Tag der Erfolgsgeschichte

Illerrieden.  Der CDU-Ortsverband Illerrieden feierte das 20. Jahr der Wiedervereinigung. Festredner war der frühere Bundestagsabgeordnete Herbert Werner. Er unterstrich die Bedeutung des Tags der deutschen Einheit.




Der Platz vor dem Haus "Alte Schule", auf dem der CDU-Ortsverband bereits zum zehnten Jahrestag der Deutschen Einheit einen Gedenkstein hatte erstellen lassen, war am Sonntag nach dem Gottesdienst in der benachbarten Agathakirche Anziehungspunkt für viele Bürger aus dem Ort.

Den Grußworten von Siegfried Hutter, der den Tag vor 20 Jahren als "Tag der Erfolgsgeschichte" beschrieb, schloss sich eine Rede von Bürgermeister Jens Kaiser an. Er dankte Hutter für die Ausrichtung der Feier. Kaiser gab in dem Zusammenhang aber zu bedenken, dass an diesem Sonntag an vielen Stellen der Bundesrepublik gefeiert werde, die Wiedervereinigung - einer Umfrage zufolge - aber nur für die Hälfte der Deutschen eine reine Freude sei. Kaiser: "Alle wissen zwar, dass die Wiedervereinigung ein großes Glück ist, aber viele empfinden dies nicht."

Wer heute entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenzen spaziere, müsse schon sehr genau hinschauen, um die letzten Spuren von Teilung, Gewalt und Unmenschlichkeit mit Todesstreifen, Stacheldraht und Minen zu erkennen. "Das sollte uns doch veranlassen, uns über die Wiedervereinigung zu freuen", lautete der Appell des Bürgermeisters.

Die Festrede hielt der Bundestagsabgeordnete im Ruhestand, Herbert Werner, der mehr als 20 Jahre für den Wahlkreis Ulm im Bundestag saß. Werner bezeichnete den 3. Oktober 1990 als Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Jenes mitternächtliche Erlebnis des Jubels über die Einheit und Freiheit nach 45-jähriger Teilung Deutschlands, sei für ihn unvergesslich geblieben.

In seinem Ausflug in die Geschichte erinnerte der Redner an die "von Hitler zielstrebig auf den zweiten Weltkrieg ausgerichteten Phrasen", mit denen er die Mehrheit der Deutschen verführt habe. Er erinnerte auch an die Zeit des kalten Krieges und die damit verbundenen Auseinandersetzungen zwischen der Sowjetunion und den Westmächten. Als Präsident Gorbatschow Glasnost und Perestroika, Öffnung und Veränderung, signalisierte und gegenüber den USA auf der Weltbühne einlenkte, sei Osteuropa zurückhaltender aufgetreten. Der Ruf nach Reformen und Freiheit in der Sowjetunion, im Ostblock und der DDR wurde 1989 immer lauter. Die Moskauer Führung habe im Sommer jenes Jahres sogar Bereitschaft erklärt, dass die Völker selbst ihre Zukunft bestimmen sollten. "In der DDR mahnte Gorbatschow zu tiefgreifenden Reformen und räumte dem Volk der DDR ein, sein Schicksal selbst bestimmen zu können", sagte Werner. Moskau sei bereit gewesen, eine neue Politik in Ostberlin zu respektieren. Was folgte, ist bekannt: Am 9. November 1989 wurde die Mauer geöffnet. Zehntausende Menschen drängten über die innerdeutsche Grenze nach Westen. Keinen Hehl machte Herbert Werner daraus, dass Bundeskanzler Helmut Kohl ohne Abstimmung mit den Verbündeten in Aktion trat. In den Folgejahren sei alles sehr schnell gegangen. Der deutsch-deutsche Einigungsvertrag wurde ausgehandelt. Mit dem Einigungsprozess hätten sich aber auch Schwierigkeiten ergeben: Der allgemeine Lebens- und Leistungszustand in der DDR war um 30 bis 40 Jahre hinter dem der Bundesrepublik zurückgeblieben. Gewaltige finanzielle Herausforderungen kamen auf die Bundesrepublik zu, und in den alten Bundesländern habe man nur noch die nach Osten abfließenden Gelder gesehen.

In seinem Fazit machte Herbert Werner den Versuch einer Gesamtwertung: "Wir müssen zugeben, dass in den vergangenen 20 Jahren die Erfolge bei weitem die noch vorhandenen Mängel überwiegen!" Die Menschen seien zufriedener, als es manche Politiker und organisierten Gruppen es oft lautstark verkündeten, ist der Politiker überzeugt. Den anschließenden Stehempfang nutzten Bürger und Kommunalpolitiker zu ergiebigen Diskussionen. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde hatte der Musikverein Illerrieden übernommen.




aktualisiert von Thomas Bug, 06.10.2010, 22:24 Uhr

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